Wellensittich

Wellensittich

Abstammung

Die Heimat der Wellensittiche ist Australien. Der kleine Wellensittich ist wohl der bekannteste Vogel der großen Familie der Papageien. In der freien Natur leben die Wellensittiche in großen Vogelschwärmen in der Trockensteppe. Seefahrer brachten die lebhaften Schwarmvögel vom fünften Kontinent mit nach Europa. Die Urformen hatten ein grünes Gefieder. Erst durch züchterische Auswahl entstanden die vielen Farben der Wellensittiche, die wir heute kennen.

Wellensittichkauf

Falls Sie Wellensittiche halten möchten, hier noch ein paar Tipps:
Einen nestjungen, etwa 6 Wochen alten Wellensittich erkennt man an den großen, runden Knopfaugen. Die beim Altvogel weiße Iris ist bei ihm noch nicht zu erkennen. Jungtiere haben einen dunkleren Schnabel und eine glatte Schnabelhaut. Hellrosa ist die Schnabelhaut bei den Weibchen und bläulich bei den Männchen. Ein gesunder Wellensittich ist aktiv. Er beschäftigt sich mit einem Gegenstand oder seinen Artgenossen und ist ständig in Bewegung.

Ernährung

Sittiche brauchen täglich frisches und sauberes Trinkwasser. Als Futter bietet sich heute Fertigfutter für Wellensittiche an. Das sind Sämereien verschiedener Sorten. Zusätzlich nehmen die Vögel Frischkost an, z.B. Apfel, Birne, Karotte, Salat oder Vogelmiere.

Haltung

Wellensittiche sind Schwarmvögel.

Artgerechter als Einzelhaltung ist die Haltung von mehreren Wellensittichen in einem großen Käfig oder in einer Voliere. Eine Voliere im Raum sollte an mindestens einer Seite Rückendeckung haben, d.h. an einer Wand stehen. Eine helle Ecke, geschützt vor Zugluft ist optimal. Zigarettenrauch und Küchendunst sind für das Gefieder unserer kleinen Freunde ungünstig.

 Zu groß kann die Voliere nicht sein! Bei Käfighaltung sind jeden Tag einige Stunden Freiflug im Zimmer einzuplanen – unter Aufsicht. Denn: Vorsicht! Wellensittiche knabbern zu gerne alles an! Auch die Einrichtung des Vogelkäfigs sollte tierartgerecht sein. Geriffelte Plastikstangen gehören der Vergangenheit an. Bedenken Sie, dass Ihr Vogel mit nackten Füßen viele Stunden am Tag auf den scharfen Riffeln der Stange sitzen soll! Besser ist es, dem Tier natürliche Stöckchen mit unterschiedlichem Durchmesser anzubieten. Geeignet sind dünne Äste von Obstbaumzweigen, Weide, Buche, Pappel, Erle, Birke, Ahorn oder Holunder. Vor der Benutzung einmal unter heißem Wasser abbürsten und schon ist die naturnahe Sitzstange fertig! Die Wellensittiche nagen gerne an den Ästen. Das gibt Ihnen Beschäftigung und wertvolle Stoffe aus der Rinde.
Noch ein Bitte: keine Spiegel und Plastikvögel in den Käfig ihrer neuen Mitbewohner. Durch das Füttern der Attrappen kann es zu gefährlichen Kropferkrankungen kommen.
Ist die Voliere groß genug, kann Spielzeug, z.B. eine Leiter oder eine Schaukel angebracht werden. Auch saubere Bademöglichkeiten im Zimmer oder am Käfig nehmen die Vögel gern an.

Krankheiten

Kranke Wellensittiche sind meist teilnahmsloser als sonst. Sie sitzen mit aufgeplustertem Gefieder auf einem Platz, den Schnabel ins Rückengefieder gesteckt. Das ist bei den sonst so lebendigen Tieren ein Alarmzeichen! Wie sieht der Kot aus? Ist es die typische dunkele Wurst innerhalb eines hellen Kleckses? Legen Sie ein Papier unter den Ruheplatz Ihres Schützlings, dann können Sie den Kot prüfen und für eine Untersuchung sammeln. Sehen Sie Ausfluss aus den Nasenlöchern? Oder ist das Gefieder um Schnabel oder Kloake verklebt? Frisst Ihr Vogel noch? Oder ist er etwa ganz dünn geworden? Wenn Sie einen Krankheitsverdacht haben, stellen Sie den Vogel (mit Kotprobe) in Ihrer tierärztlichen Praxis vor und beschreiben genau alle Veränderungen. Wir helfen Ihnen und Ihrem Vogel gerne!

Einige Daten zum Wellensittich:

  • Körpertemperatur: 38 – 44 °C
  • Lebenserwartung: 4 – 8 Jahre
  • Geschlechtsreife: mit 1-3 Jahren
  • Gewicht: 35-60 g