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Abstammung

Unsere Meerschweinchen kommen ursprünglich aus den Hochlagen der südamerikanischen Anden. Sie gehören zu den ältesten Haustieren der Welt. Von den Inkas wurden die Meerschweinchen allerdings als Speisetiere gehalten. Seefahrer brachten die possierlichen Tierchen mit nach Europa. Sie dienten zuerst als Lebensmittel auf der langen Heimreise. Dann wurden die kleinen Tiere aber auch von Kaufleuten als Rarität und Spielgefährten für ihre Kinder mit nach Europa genommen.
Heute gibt es bei uns mehrere Rassen, wie Glatthaar-, Rosetten- oder Angora-Meerschweinchen.

Haltung

Natürlicherweise leben Meerschweinchen in kleinen Rudeln und bewohnen flache Erdbauten. Sie sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Als Heimtier sollten wir ihnen einen möglichst großen Käfig oder ein Gehege im Garten zur Verfügung stellen. Meerschweinchen lieben es sich in Röhren, Schachteln oder Kästen zu verstecken. Aus den Verstecken heraus erkunden sie dann immer wieder neugierig ihre Umgebung. Droht Gefahr, warnen sie mit einem Quieken alle Lebensgenossen und sausen schnell wieder in ihre Verstecke.

Die Wohlfühltemperatur beträgt für diese Heimtiere 18-21°C. Das ist meistens weniger als wir Menschen es brauchen. Also bitte nicht die Meerschweinchen direkt an die Heizung stellen.

Ernährung

Wie ihre südamerikanischen Vorfahren sind auch unsere Meerschweinchen vorwiegend Grasfresser. Im Zoofachhandel gibt es gute Alleinfutter für Meerschweinchen. Vorzuziehen sind hier Futter, die als Pellets gepresst sind! So kann der kleine Vierbeiner nicht nur die Leckerchen fressen und den Rest verschmähen. Denn auch beim Meerschweinchen ist eine vollwertige Ernährung wichtig.

Möchte man das Futter selbst zusammenstellen, heißt dies zu aller erst gutes Heu! Es muss frisch und "lecker" riechen und aus vielen verschiedenen Grassorten zusammengesetzt sein. Frisches Gras, Salat, Möhren und Obst ergänzen den Speiseplan. Immer in kleinen Portionen, der geringen Körpergröße eines Meerschweinchens angepasst! Und niemals plötzlich das Futter umstellen! Das vertragen die Darmbakterien unseres Hausgenossen nicht und es kommt zu Blähungen und starken Bauchschmerzen.

Da Meerschweinchen in ihrem Körper kein Vitamin C herstellen können wie andere Tiere, müssen sie immer etwas Frisches zum Fressen haben! Salat, Möhren und Obst sind eine gute Vitamin C-Quelle. Auch hier kommt es bei einem Mangel schnell zu Gesundheitsstörungen.

Ein ausgewachsenes Meerschweinchen kann um 1000 Gramm wiegen. Männchen sind meist schwerer als Weibchen. Viele unserer Meerschweinchen sind zu gut gefüttert. Ein regelmäßiges Wiegen, z. B. in einer Küchenwaage, hilft das Gewicht unter Kontrolle zu halten. Der Tierarzt oder die Tierärztin geben gerne Auskunft über das richtige Gewicht des Tieres.

Krankheiten

Fütterungsfehler führen oft dazu, dass das Meerschweinchen krank wird. Zu wenig Heu oder Gras, ein zu plötzlicher Futterwechsel oder verdorbenes Futter können zu schlimmen Fehlgärungen im Bauch des Tieres führen. Den Tieren geht es oft schnell sehr schlecht und sie benötigen dann umgehend tierärztliche Hilfe.

Leider haben viele Meerschweinchen Probleme mit ihren Zähnen. Das führt häufig dazu, dass die Tiere nicht mehr fressen können und trotz eines guten Futterangebotes abmagern. Auch hier hilft die Waage und wenn nötig ein fachkundiger Blick ins Maul.

Einige Daten zum Meerschweinchen:
        
Körpertemperatur:  37,4 - 39,5°C
Lebenserwartung:  4 - 8 Jahre
Geschlechtsreife:
- Männchen     60 - 90 Tage
- Weibchen     25 - 35 Tage
Trächtigkeitsdauer:  2 Monate
Wurfgröße:  2 - 5 "Ferkel"
Absetzalter:  14 - 18 Tage (180g)