Viele Hunderassen zeigen ein sogenanntes Brachycephalen Syndrom. Die Anatomie ist bei den Köpfen dieser Rassen von einem kurzen, runden Kopf (brachycephal) mit deutlich hervorstehenden Augen (Exophthalmus) geprägt. Eine Schädelform die unserem menschlichen Wunsch nach einem niedlichen Gesichtsausdruck entspricht. Typische Vertreter sind Möpse, Havaneser und Pekinesen, aber zum Beispiel auch die Hunde der verschiedenen kleinen und großen Bulldoggenrassen. 

Stehen die Augen relativ weit hervor (Exophthalmus) und ist die Lidspalte weit offen (Makroblepharon), kommt es zu Problemen: die Befeuchtung und Versorgung der Hornhaut durch die Tränenflüssigkeit ist nicht ausreichend. Oft treten chronische Entzündungsanzeichen auf. Blutgefäße, Zellen und Farbstoffe wandern in die Hornhaut ein.  Gerade bei den kleinen Rassen stehen die Lider an der Nasenseite oft nicht korrekt und die Haare scheuern zusätzlich auf der Hornhaut (Entropium), was die Entzündungsreaktion noch verstärkt. Diese Situation besteht schon beim Junghund und  führt über Monate und Jahre zum Erblinden der betroffenen Patienten.

Eine fachkundige Untersuchung und Beratung über eine medikamentelle und/oder chirurgische Therapie ist zu empfehlen.