Katarakt/ Grauer Star

Die Linse im Auge ist im optimalen Zustand glasklar und linsenförmig. Sie hat die Funktion die Lichtstrahlen je nach Entfernung des angesehenen Objekts scharf auf die Netzhaut abzubilden. 

Sind Unregelmäßigkeiten in der Struktur der Linse wird das Licht an diesen Stellen nicht zur Netzhaut durchgelassen sondern reflektiert. Wir sehen das dann als Trübung. Solche Linsentrübungen, kleine oder große werden als Katarakt oder grauer Star bezeichnet. Die Katarakt kann aus verschiedenen Gründen auftreten: schon bei Neugeborenen kann die Linse getrübt sein (kongenitale Katarakt), die Trübung kann erblich bedingt sein und erst in einem bestimmten Alter auftreten (nicht kongenitale Katarakt), es kann zu Trübungen durch Gewalteinwirkung (Trauma) kommen oder durch verschiedene Stoffwechselerkrankungen ( z.B. Diabetis ), Entzündungen oder grobe Ernährungsfehler.

Eine erfolgreiche Therapie durch Medikamente ist heutzutage leider nicht möglich. In den Fällen in denen das Tier zu Erblinden droht kann eine Operation das Sehvermögen erhalten. Wir beraten Sie gern. Entscheidet man sich gegen eine Operation, ist eine langfristige Überwachung des Auges ratsam. Es kommt oft durch die trübe Linse zu Entzündungen im Auge, die gut therapiert werden können.

Vorsorge bei erblichen Linsentrübungen ist möglich durch die Untersuchung der Elterntiere vor dem Zuchteinsatz auf erbliche Augenerkrankungen. In einzelnen Fällen auch über Genteste der Elterntiere. Diese Untersuchungen sind immer in den Papieren eines Welpen vermerkt.